Der 1. Brandenburger Science Slam im BrauWerk Schwedt war ein voller Erfolg

Im ausgebuchten Saal des BrauWerk Schwedt/Oder präsentierten am Freitagabend fünf Forscher*innen aus Brandenburg ihre Wissenschaft – das war witzig, machte manchmal nachdenklich und füllte den Kopf mit neuem Wissen.

Präsenzstelle Schwedt | Uckermark

„Kann Holz fliegen?“ fragte Prof. Alexander Pfriem, Vizepräsident der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) als Auftakt der Veranstaltung und zeigte die unterschiedlichen Eigenschaften des „unterschätzten Materials Holz“ auf. Um ein ganz anderes Thema drehte sich der zweite Beitrag. Ron van de Sand von der TH Wildau erklärte, wie intelligente Kühlschränke das Leben von Ingenieuren „chilliger“ machen und man dabei eine Menge Geld sparen kann.

Die Themen, die folgten, waren ebenso vielfältig wie am Puls der Zeit. Welche Vorteile für den Klimawandel Bäume auf Äckern haben können, erläuterte Lisa Kurapkat, Studentin an der HNEE. Und wie Psychologie den Einmarsch von Wladimir Putin in die Ukraine erklären kann, leitete Moritz Kirchner von der Uni Potsdam her.

Die „Slammies“ wie Moderatorin Melanie Adam die Beitragenden nannte, gaben alles und verstanden es, das Publikum mitzureißen. Nach jedem Beitrag durften die Zuschauer abstimmen, wie verständlich, informativ und unterhaltsam der Vortrag war. Dafür vergaben sie Punkte von 1-10 und mussten sich mit ihren Nachbarn auf eine Bewertung einigen – was zum Teil zu heißen Diskussionen führte.

Sieger des Abends war der gebürtige Schwedter Prof. Alexander Conrad, ebenfalls an der HNEE angestellt und Leiter des Projektes region 4.0. Sein „Heimspiel“-Vortrag zum „(Über)Leben in ländlichen Regionen“ begeisterte das Publikum und strapazierte die Lachmuskeln.

„Es war eine organisatorische Herausforderung – zumal am heutigen Abend nicht nur in Schwedt, sondern in ganz Brandenburg insgesamt sieben Science Slams parallel stattfanden“, sagte Juliane Roloff, Leiterin der Präsenzstelle Schwedt | Uckermark und Veranstalterin des Abends. „Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Der enorme Zulauf hat uns gezeigt, Wissenschaft in die Region zu tragen, ist eine wichtige Aufgabe. Dies ist bestimmt nicht der letzte Science Slam in Schwedt.“